Schon ab 17 Uhr drängten sich gestern Menschen rund um den großen ADAC Lastwagen am Neumarkt: Hier war die Abendkasse für die Karten zur Nacht der Technik, außerdem konnten die elektronisch gekauften Tickets hier umgetauscht werden. Ab 17.30 Uhr rollte ein Reisebus nach dem anderen auf den Platz. Ihre Ziele: Chempark, Raffinerie, Flughafen. Pünktlich um 18 Uhr kamen die Busse für die Touren 1, 2 und 3, die im Viertelstundenrhythmus die rund 5.000 Besucher quer durch Köln fuhren. Erster Eindruck der Veranstaltung: super organisiert.
Tour 1, die rote Linie, führte nach Ehrenfeld und Braunsfeld. Sie startete allerdings bei IDK Kleinjohann (Kranhäuser!) in der Clemenstraße, fuhr beim WDR vorbei und dann, fast schon in Ehrenfeld, zur Deutschen Bahn Fernverkkehr. Passagiere steigen an diesem Bahnhof allerdings weder ein noch aus, dafür werden die ICEs hier gewartet und gewaschen. Rund eine Stunde lang erklärte die Deutsche Bahn ihren Besuchern während der Führungen, wann und wie beispielsweise die Räder gewechselt werden.
Nächster Stopp: Subbelrather Straße. Seit etwa einem dreiviertel Jahr sitzt hier AfB – Arbeit für Menschen mit Behinderungen. In der Werkstatt des Unternehmens, das seine Zentrale im baden-württembergischen Ettlingen hat, werden gebrauchte Firmen-Computer komplett überholt und danach für einen Schnäppchenpreis verkauft.
Nicht weit entfernt ist der nächste Halt: die Rheinische Fachhochschule in der Vogelsanger Straße. Hier gibt es einige Studiengänge zu den Themen Ingenieurwesen, Wirtschaft – aber auch Medien. Darum konnten Besucher dort kurze 3D-Filme schauen. Die Studierenden experimentieren schon selbst mit einer 3D-Kamera, die rund 500 Euro kostet. Auf die passenden Schnittprogramme müssen sie jedoch noch warten: Die großen Anbieter sind hier noch am Anfang.
In der Widdersdorfer Straße baut Motair Turbolader, nur ein kurzes Stück weiter, bei GS1, geht es um das Thema Strichcode und Funketiketten. Darüber hat der Ehrenfeld-Reporter schon früher berichtet. Bei Prokoda, Stollberger Straße in Braunsfeld, geht es um Viren, Trojaner und Hacker. Nach kurzer Vorarbeit benötigt der Dozent keine 20 Sekunden, um ein Passwort aus Buchstaben und Zahlen zu knacken. Diese Demonstration macht die Besucher nachdenklich.
Letzte Station der roten Linie ist die KVB Inspektionswerkstätte West. Hier werden die Bahnen gewartet und repariert. Außerdem ist in der Scheidtweilerstraße die Leitstelle der Kölner Verkehrsbetriebe – untergebracht in einem erdbebensicheren Bau.


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