Der Ehrenfeld-Reporter

Aus für die Bäume auf der Venloer

4. März 2010 · 1 Kommentar

Baumstumpf mit Gedenkkerze

Baumstumpf mit Gedenkkerze


Eine Schönheit ist sie nicht, die Venloer Straße. Aber immerhin säumen sie herrliche Bäume, 30 Jahre alt, die im Sommer mit ihrem grünen Blätterdach einen Hauch Südeuropa ins Rheinland bringen. So war es zumindest in den letzten Jahren. Diesen Sommer wird das anders sein. Denn seit einigen Tagen werden die Platanen gefällt. Ihre starken Wurzeln machen die Fahrradwege zur Buckelpiste und reichen bis auf die Straße. Darum müssen sie abgeholzt werden. Schon stehen die ersten Baumstümpfe traurig am Straßenrand, auf einigen haben vermutlich Bürger Mahnkerzen festgeklebt.

Im Zuge dieser Baumfäll-Arbeiten soll ab April auch die Straße neu gestaltet werden: Der Fußgängerweg wird breiter, Radfahrer teilen künftig die Straße mit den Autos, und Restaurant- und Cafébesitzer dürfen draußen Stühle und Tische aufbauen. Außerdem sollen 63 neue Bäume gepflanzt werden.

Die Maßnahme ist allerdings unter den Bürgern umstritten: Da wird der Bürgersteig verbreitert, weil er die vielen Menschen nicht mehr fassen kann. Gleichzeitig gibt es Außengastronomie, die die neu gewonnene Fläche wieder schmälert. Dafür sitzen Cafébesucher künftig in den Autoabgasen, während sie essen und trinken. Und auf der sowieso schon schmalen Fahrbahn sollen Autofahrer künftig auf Radfahrer Rücksicht nehmen. Ob die Venloer Straße somit also wirklich schöner, besser, sicherer wird, ist fraglich.

Zum ausführlichen Artikel auf ksta.de

Bilder und Text: Bettina Blaß

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