Der Ehrenfeld-Reporter

Ein Schrottplatz voller Kunst

18. April 2011 · kommentieren

Willkommen in Odonien

Willkommen in Odonien

Die Hornstraße ist in Köln als heißes Pflaster bekannt. Schließlich stehen sich dort gegenüber zwei große Freudenhäuser. Was nicht so viele Kölner wissen: Im Schatten der hohen Häuser und umgeben von drei Bahnlinien liegt Odonien. Das ist das Herrschaftsgebiet von Odo Rumpf, Künstler, und auf den ersten Blick sieht es mit dem alten Bus, dem Teil eines Schiffes oder dem Kran aus wie ein Schrottplatz. Doch spätestens beim zweiten Blick erkennt der Besucher Dinosaurier oder Skulpturen. Denn Odo Rumpf macht aus gebrauchten Dingen gigantische Kunstwerke. So gleicht Odonien einem exotischen Paradies aus verrostetem Metall. Das lässt sich am besten während einer Führung mit dem Künstler selbst entdecken, der zur Geschichte seiner kleinen Welt eine Menge zu erzählen hat. Im Rahmen der Expedition Colonia werden solche Führungen jedes Jahr im April angeboten.

Rumpf geht es jedoch nicht nur um seine eigene Kunst. Vielmehr versteht er Odonien als Platz, an dem sich Künstler treffen und austauschen, als Ort, an dem Kultur gemacht und gezeigt wird. Darum finden auf dem Gelände auch Theateraufführungen, Verkostungen oder Parties statt. Und ab Mitte Mai soll auch der Biergarten wieder seinen Betrieb aufnehmen.

Die nächsten Veranstaltungen in Odonien

12. und 26. Mai: Wehrtheater: Die Fahnenträger
14. Mai: Musik: Mama Afrika
20. und 21. Mai: Theater: Ton und Kirschen: Perpetuum Mobile.


Alle Bilder Bettina Blaß

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