Doch die Neugestaltung der Venloer Straße scheint nur langsam in den Köpfen der Bürger anzukommen. In den vergangenen Tagen stieg beispielsweise die Zahl der Nutzer deutlich, die durch Suchbegriffe wie “Venloer Bäume” auf diese Internetseite gestoßen sind. Das sagen zumindest die Zugriffsstatistiken. Und auch vor Ort tut sich nach und nach immer mehr: Viele Baumstümpfe sind jetzt rot gestrichen, als ob sie bluten würden, an einigen hängen Protestplakate und auch neue Gedenkkerzen wurden festgeklebt. So erfreulich es ist, wenn sich Bürger dafür interessieren, was in ihrem Umfeld passiert – der Protest kommt jetzt trotzdem ein bisschen spät. Denn wachsen werden die Bäume dadurch nicht mehr.
Weitere Infos:
Kölsche Baumschützer
Pressemeldung der Ehrenfelder Grünen zur Venloer Straße
- Blut am Baumstumpf
- Gedenkkerze am Baum
- Protestplakate an der Venloer
Bilder und Text: Bettina Blaß




26 Antworten bis jetzt ↓
1 Anonymous // Mrz 10, 2010 at 20:16
Das Ist Einfach Scheiße.
2 Ehrenfeld-Reporter // Mrz 11, 2010 at 15:18
Danke für Deinen Beitrag. Um die Bäume tut es mir auch leid. Aber tatsächlich ist die Neugestaltung seit 2007 im Gespräch. Allerdings haben sich da offensichtlich noch nicht genügend Leute dafür interessiert. Sonst hätte der Protest früher angefangen.
3 Andreas Pöttgen // Mrz 13, 2010 at 13:57
Liebe Leute,
es gibt eine Reihe einfache Erklärung für das Fällen der Bäume (gerne hat das keiner in der Bezirksvertretung beschlossen):
- Fehler beim U-Bahnbau in den 80ern (Abladen von Schutt, dadurch wurde der Boden abgedichtet), so dass die Bäume nicht ausreichend Platz zum Ausbreiten der Wurzeln in den Boden hatten
- Folge: Die Bäume sind nicht richtig gewachsen (so klein sind Platanen nach knapp 30 Jahren nicht!) und haben mit den Wurzeln den Weg nach oben gesucht
So schade es um die Bäume ist, es war nötig. Selbst die Grünen haben der Fällung zugestimmt… Und die sind nicht für schnelles Fällen von Bäumen bekannt!
4 Anonymous // Mrz 13, 2010 at 17:20
Die ohnehin schon häßliche Venloer Straße sieht jetzt einfach noch beschissener aus! Glückwunsch dazu!
5 admin // Mrz 13, 2010 at 19:05
Vielen Dank für Eure Beiträge. Ich finde auch, dass die Venloer Straße derzeit fürchterlich aussieht. Aber ich habe die Hoffnung, dass die Neugestaltung ihr gut tun wird. Wobei ich es für Wahnsinn halte, die Fahrradwege auf die sowieso enge und vielbefahrene Straße zu verlegen. Allerdings ist die Buckelpiste, die durch die Wurzeln entstanden ist, derzeit selbst für langsame Fahrradfahrer eine Gefahr. Es musste also etwas passieren. Vielleicht werden wir alle erleben, dass die Venloer wie der Phoenix aus der Asche steigt?!
6 Anonymous // Mrz 19, 2010 at 12:41
Es hätte die Möglichkeit gegeben, wie in den Staaten den Radweg mit fexibelem Belag zu gestalten. Das Thema Umwelt wird einfach unter den Teppich gekehrt. Köln zerstört sich langsam selbsttätig.In späterer Zeit heisst es dann: Wir konnten nichts gegen unsere Stadtverwaltung tun……….
7 admin // Mrz 19, 2010 at 13:53
Das ist eine sehr interessante Möglichkeit. Mit den Staaten meinst Du vermutlich die USA? Möglicherweise sind diese flexiblen Beläge in Deutschland noch nicht bekannt. Ich kenne mich in diesem Gebiet nicht gut genug aus, um das beurteilen zu können. Hast Du denn den Vorschlag schon einmal an die Parteien oder die Bezirksvertretung weitergeleitet? Vielen Dank für diesen Beitrag!
8 Immer wieder die Bäume auf der Venloer // Mrz 20, 2010 at 17:18
[...] bringt. In den vergangenen zehn Tagen waren das vor allem Suchmaschinenabfragen zum Thema “Bäume Venloer Straße“. Mehr als 100 Besucher haben durch diese oder eine ähnliche Abfrage auf unsere Seite [...]
9 Tobias // Mrz 22, 2010 at 13:19
Ja, die Bäume sind jetzt weg und kommen (in dieser Form) nicht wieder!
Ich habe eure Kommentare mit großer Freude gelesen und finde es sehr gut, dass reges Interesse an “Pflanzenschutz” bzw. an der Gestaltung des Stadtbildes besteht.Weiter so!
Wer sich genauer informiert, wird jedoch feststellen, dass dieser Kahlschlag mit dem Eisberg unterhalb der Wasserlinie, des Kölner Politik-Klüngels zu tun hat.
Was sind die wirklichen Gründe für solche Vergehen? Wohl kaum die Tatsache, dass die Platanen-Wurzeln dem Bahntunnel schaden zufügen. Sonst würde nicht die “Säulengleditschie” gepflanzt werden, deren Wurzelwerk erheblichen Tiefgang verlangt, sondern eher 1,45 mio. schwarz/rot/grüne Primeln.
Hinzukommend kostet der Spass schlappe 1,7mio. € (offiziell), die sich die Stadt Köln, derzeit AUF JEDEN FALL leisten kann.
Lange Rede…
Jedenfalls konnte und wollte ich diese Taten nicht unkommentiert stehen lassen und so habe ich mich, mit Schablone und roter Farbe bewaffnet und mich ans Werk gemacht. Zu dieser Aktion, wird es eine Photoaustellung geben, zu der alle Kölner und Nicht-Kölner herzlich eingeladen sind (Datum + Veranstaltungsort zu ggb. Zeit).
Geschätze Grüße
Tobias
10 Ehrenfeld-Reporter // Mrz 23, 2010 at 09:40
Hallo Tobias,
toll, dass Du hier kommentierst. Gib uns bitte auf jeden Fall Bescheid, wann und wo die Ausstellung sein wird. Danke und Grüße
11 Tobias // Mrz 23, 2010 at 21:49
Liebe Ehrenfeld-Reporter,
ich werde es euch wissen lassen
wann und wo die Ausstellung stattfindet.
ich wünsche angenehme Abendstunden…
Tobias
12 Andreas Pöttgen // Mrz 24, 2010 at 16:56
Lieber Tobias,
ich muss den Kopf schütteln. Lesen, bevor es losgeht! Nicht die Wurzeln haben den Bahntunnel beschädigt:
Die Verfüllung der Baugrube hat mit Schutt stattgefunden, sodass der Boden in einem Maße verdichtet wurde durch das die Wurzeln nicht durchkamen. Die Gleditschien werden besser wachsen, weil diese schädliche Schicht Erdreich nun abgetragen wird.
Ein Vermerk zu der Klüngel-”Spitze”: Ich finde, du machst dir das Leben damit zu einfach und mit der Kunstaktion nebenbei auch noch strafbar
13 Ehrenfeld-Reporter // Mrz 24, 2010 at 17:10
Lieber Andreas Pöttgen,
danke, dass Du hier so aktiv mitmischst. In Köln passieren zwar immer viele merkwürdige Dinge, aber wenn jemand dafür bestraft würde, dass er Bäume, die ausgegraben werden sollen, mit Farbe bemalt, dann wäre das wirklich ziemlich schräg.
14 Anonymous // Mrz 24, 2010 at 19:08
Wer kann mal was zu den Bäumen beisteuern, die geplanzt werden sollen?
15 Tobias // Mrz 25, 2010 at 03:38
Sehr geehrter Herr Pöttgen,
ich finde es sehr lobenswert, dass sie versuchen den Leser mit Ihren Beiträgen zu informieren und zu unterhalten. Es erscheint mir jedoch als überaus eifrig, mich an das “Lesen, bevor es losgeht !” erinnern zu wollen.
Lieber Herr Pöttgen-ich kann lesen. Ich lese aufmerksam und habe Ihren ersten Beitrag keineswegs nur überflogen. Jedoch vertreten Sie hier Ihren Standpunkt-es gibt mehrere.
Ich bleibe dabei, dass dieser “Kahlschlag” ein “Kahlschlag” ist!
Erklärung:
zwar beschädigen die Wurzeln der Platanen den Fahrradweg (nicht die Straße!), jedoch soll dieser, als 1,5m breiter “Schutzszteifen” auf die Fahrbahn verlegt werden. Das Problem der Unfälle zwischen Fahrrädern und Füssgängern wäre gelöst , der Bürgersteig breit genug um nicht über Wurzelwerk zu stolpern und 63
30 Jahre alte Platanen, würden der Haupteinkaufsstraße Flair verleihen und wären am leben!
Ach ja, ich vergass.
Frage:
sollte ich jetzt Angst haben, dass mir der
Wachtmeister Handschellen
anlegt? Wäre auf jeden Fall lustig/ lächerlich, für einen bemalten, toten Baumstumpf (der eh rausfliegt…) zu Verantwortung gezogen zu werden.
Ich wünsche schöne Feierabendstunden
Tobias
16 admin // Mrz 25, 2010 at 09:56
Wow, hier geht ja richtig die Post ab! Das freut mich. So viel ich weiß, werden Säulen-Gleditschien gepflanzt werden. Dazu gibt es hier einen informativen Beitrag: http://www.pflanzen-ries.de/Gartencenter_Muenchen/Blumen_Pflanzen/Gartenplanung/Baeume/Baumschule-Gartenbau/lexikon.php?id=734
17 Andreas Poettgen // Mrz 28, 2010 at 15:02
Hallo,
wie nachhaltig waere es denn, die Baeume stehen zu lassen? Grund der Faellung sind nicht die angehobenen Bodenplatten, sondern der mangelnde Raum zum wurzeln. Die Baeume haben keinerlei Spielraum, um sich noch weiter zu entwickeln, sind heute fuer ihr Alter schon viel zu klein.
Ich finde es schade, wenn man sich solcher Fakten verschliesst und weiter populistisch durch die Welt zieht…
18 Anonymous // Apr 2, 2010 at 15:18
Fakt ist : die Venloer Str. ist nicht völlig mit Bauschutt zugeschüttet ( die Verfüllung der Baugrube …)
Grund der Fällung ist nicht das Mitleid des Baudezernenten & Co für die unmögliche Verwurzelung nach oben oder unten. Wichtig ist, dass die Stadt ohne den Einfluss der Bürger Patientengärten ( in Lindenthal vom Bürger gestiftet!! ) entfernt und mit vielen ARGEN
gaanz viele teure Bauspielplätze, mit nichtvorhandenem Geld schafft…..
19 Der Ehrenfeld-Reporter // Apr 3, 2010 at 22:47
Wenn das Fakt ist, kannst Du dann bitte Deine Quelle nennen? Vielen Dank – auch für Deinen Beitrag.
20 Anonymous // Apr 4, 2010 at 14:55
Quellennennung: frag doch A.Poettgen…………
21 Der Ehrenfeld-Reporter // Apr 4, 2010 at 18:39
… nach Deiner Quelle? Na mal sehen, vielleicht wird er dazu etwas sagen.
22 Anonymous // Apr 20, 2010 at 11:48
Na toll!
Die Venloer Straße sieht derzeit aus wie die Ortsdurchfahrt von Todenhausen. Köln richtet sich mal wieder selbst zu Grunde.
23 admin // Apr 20, 2010 at 13:28
Stimmt, sie sieht zurzeit wirklich schlimm aus! Was mir nicht gefällt, ist, dass die Sanierungsarbeiten im April beginnen sollten. Nun ist der 20., und bisher hat sich nichts getan. Hoffentlich werden die neuen Bäume bald gepflanzt! Danke für Deinen Beitrag.
24 Bauarbeiten auf der Venloer haben begonnen // Mai 9, 2010 at 14:13
[...] werden vermutlich das gesamte restliche Jahr dauern. Im Vorfeld der Bauarbeiten war es zu Bürgerprotesten gekommen, nachdem die Platanen an der Venloer gefällt worden [...]
25 Erik // Mai 18, 2010 at 07:48
Die Umgestaltung ist dringend nötig. Endlich werden die Konflikte zwischen den Verkehrsteilnehmern aufgelöst. Es ist durch Untersuchungen der Bundesanstalt für Straßenwesen seit den 9er-Jahren bekannt, dass die wenigsten Unfälle auf denjenigen Flächen geschehen, die von allen Verkehrsteilnehmern gemeinschaftlich genutzt werden. Die Radwege müssen definitv weg! Insofern ist die Umwidmung der Flächen für die Menschen nur positiv. Dass dafür Bäume weichen müssen, sollte uns ein mahnendes Beispiel sein, solche Fehler nicht zu wiederholen.
26 admin // Mai 18, 2010 at 11:18
Was die Bäume anbelangt, bin ich Deiner Meinung. Aber als Fahrradfahrer werde ich wahrscheinlich die Venloer künftig meiden. Außer es werden zur Verkehrsberuhigung auch Kurven oder Schwellen für Autofahrer eingebaut. Vielen Dank für Deinen Beitrag!
Hinterlasse einen Kommentar